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Hervorgehoben

25. 11. 2022 „Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“

Liebe Mitstreiter*innen,

nach wie vor ist unsere Gesellschaft geprägt von patriarchaler Gewalt. Sie richtet sich in besonders starkem Ausmaß gegen FLINTA*-Personen und begleitet uns leider tagtäglich. Wir wollen dieses Jahr mit Plakaten auf diese Ungerechtigkeiten aufmerksam machen: Ihr könnt diese hier downloaden und in eurer Nachbarschaft, in der Uni, der Schule, im Betrieb usw. aufhängen und so mehr Sichtbarkeit schaffen! Da wir uns bei den Informationen auf offizielle Statistiken beziehen, sprechen wir auf den Plakaten jeweils von Frauen* oder trans*-Personen, da diese leider nicht allgemein zusammengefasst werden. Nichtsdestotrotz darf nicht vergessen werden, dass etwa People of Colour, trans Personen, Menschen mit Behinderung oder Sexarbeiter*innen besonders von patriarchaler Gewalt betroffen sind!

Wir fordern bessere Aufklärung, um sexualisierte und patriarchale Gewalt im Vorfeld zu verhindern oder zumindest zu verringern, wir fordern Betroffenen sexualisierter Gewalt Glauben zu schenken und sie nicht zu diffamieren und auszugrenzen. Wir fordern eine Reform der Sicherheitsbehörden, die in zu vielen Fällen von patriarchaler Gewalt wegsehen oder sogar aktiv daran beteiligt sind und wir rufen auf, sich zusammen zu finden! Bildet Banden sollte kein platter Spruch sein. Kommt zusammen, vertraut euch anderen Menschen an, hört euch gegenseitig zu und bildet Gemeinschaften, die auf Verständnis, Zärtlichkeit und gegenseitagtiger Fürsorge beruhen. Solange es diese Arten von Gewalt gibt, ist es umso wichtiger ihr gemeinsam zu begegnen!

Wenn ihr von sexualisierter oder patriarchaler Gewalt betroffen seid, zögert nicht euch Hilfe zu holen! Wichtige Anlaufstellen sind das Hilfetelefon „Gewalt Gegen Frauen“ 08000 116 016 oder das Hilfetelefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530.

Hier findet ihr die Plakatentwürfe:

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Es ist 2022 und es gibt noch immer viel zu tun! Heraus zum 8. März, dem feministischen Kampftag!

FLINTA* (Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans und agender Personen) werden nach wie vor strukturell diskriminert, ausgebeutet und in ihren grundlegenden Rechten verletzt. ´Wir kämpfen dafür, dass sich das ändert!

  • Plakat zum internationalen Frauenkampftag 8.März 2022 mit Demo Aufruf in Bamberg

Wir wollen Anerkennung für unbezahlte Pflege- und Sorgearbeit, wir wollen, dass sich nicht nur FLINTA*s um Kinder, die Familie und Beziehungen kümmern! Wir fordern außerdem gerechte Löhne, vor allem in den Berufen, die am häufigsten von FLINTA*s ausgeübt werden. Es kann nicht sein, dass sich seit 2019 für Beschäftigte in der Pflege und in den anderen sogenannten „systemrelevanten“ Jobs nichts verbessert, sondern nur verschlechtert hat! Wir wollen mehr Wertschätzung, mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen, keinen Applaus!

Wir wollen ein Ende von struktureller Gewalt im Patriarchat! Wir kämpfen für ein Ende der Rape-Culture (Vergewaltigungskultur), für eine konsequente Verfolgung von sexualisierter Gewalt und mehr Hilfsangebote für Betroffene. Misogynie muss sich entgegengestellt werden, egal ob im Internet, im Freundeskreis oder auf der Straße!

Viele FLINTA*s sind neben der patriarchalen, zudem noch anderen Unterdrückungsformen wie Rassismus, Transphobie, Ableisismus oder Klassismus ausgesetzt. Für uns bedeutet das: FLINTA*s sind nicht befreit, solange sie auch von diesen Mechanismen unterdrückt werden. Feminismus geht nur intersektional und muss an der Wurzel ansetzen!

Dazu wollen wir die globalen aber auch persönlichen Machtverhältnisse zum Wanken bringen: Rassismus und Kapitalismus haben in Verbindung mit dem Patriarchat in den vergangenen Jahrhunderten immens zur Unterdrückung, Ausbeutung und Ermordung von FLINTA*s und nebenbei zur Zerstörung unser aller Lebensraum beigetragen. Diese Strukturen gilt es aufzubrechen! 

Wir möchten körperliche und sexuelle Selbstbestimmung! Abtreibung muss straffrei und kostenlose Gesundheitsvorsorge werden! Verhütungsmittel dürfen nicht nur die Angelegenheiten von FLINTA*s sein, wir wollen eine verstärkte Forschung der Verhütungsmethoden für alle Geschlechter und kostenlosen Zugang zu diesen! Transrechte sind Menschenrechte, ihre Selbstbestimmung über sich und ihre Körper ist nicht verhandelbar!

Wir haben genug und wir wehren uns! Lasst uns unsere Forderungen gemeinsam auf die Straße tragen:

Kommt zur DEMO am 8. März um 16:00 Uhr am Bahnhofsvorplatz.

Bitte denkt an FFP2-Masken, genug Abstand und Schilder/Plakate!

Mit freundlicher Förderung von Demokratie Leben.

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8.März 2021

Am 8. März ist Internationaler Frauenkampftag. Auch in Bamberg wollen wir an diesem Tag aktiv werden und uns so mit allen solidarisieren, die weltweit streiken, demonstrieren und für unsere Rechte und gegen die Unterdrückung von FLINT-Personen (Frauen, Lesben, inter und nicht-binäre Personen sowie trans Männer) kämpfen. Die Situation in der Corona-Pandemie zeigt, dass unsere feministischen, antirassistischen und antikapitalistischen Forderungen wichtiger denn je sind und wir laut und sichtbar bleiben müssen. Gleichzeitig müssen wir das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich halten. Deshalb rufen wir dieses Jahr zusätzlich zu unserer

Kundgebung um 16.30 Uhr auf dem Maxplatz

Bitte tragt während der Kundgebung durchgehend eine Maske, die Mund und Nase bedeckt. Wir bitten euch darum, falls möglich FFP2-Masken zu tragen. Es gilt außerdem ein Abstand von mindestens 1,5m einzuhalten. 

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dezentralen Aktion

Wir haben dazu einige Ideen und Vorschläge gesammelt:

  • Hängt Transpis raus, stellt Plakate in eure Fenster und Wohnungseingänge und lasst eurer Kreativität freien Lauf, um eure Sprüche und Forderungen sichtbar zu machen!
  • Lila für den Feminismus: Zeigt euch solidarisch, indem ihr einen lila Gegenstand eurer Wahl, z.B. ein T-Shirt oder ein Handtuch, sichtbar aus euren Fenstern hängt. So erkennen wir uns gegenseitig bei einem feministischen Stadt(-teil)spaziergang und sind nicht allein, auch wenn wir nicht wie sonst zusammen durch die Stadt demonstrieren können. Falls ihr nichts in lila habt, könnt ihr auf Alltagsgegenstände zurückgreifen, die für den Frauen und Queer-Streik stehen: ein gelbes Paar Putzhandschuhe, Klobürsten oder Schürzen.
  • Druckt das vorgefertigte Plakat mit Informationen zum 8. März unten (Download s.u.) in einem Format eurer Wahl aus und verteilt es in eurer Nachbarschaft und an öffentlichen Plätzen. Z.B. könnt ihr es an einem Kleiderbügel – dem Zeichen für ein Recht auf eine sichere und selbstbestimmte Abtreibung – aufhängen. Vergesst natürlich nicht, den Kleiderbügel wieder mitzunehmen oder zu entsorgen. 

Macht mit, schließt euch an und gestaltet mit uns das Stadtbild um! Zeigt euch solidarisch, kämpferisch und setzt ein Zeichen für eine feministische Welt!


Feminismus heißt Widerstand!


Solidarische Grüße

Euer Feministisches Bündnis 8. März Bamberg

Der 8. März 2019 war fantastisch!

Danke an die 200 Menschen mit uns auf die Straße gegangen sind und damit gezeigt haben, dass wir mehr Feminismus brauchen!
Vielen Dank, dass ihr dabei wart!
Noch mehr Menschen haben die Veranstaltungen unserer Vortragsreihe zu weiblicher Sexualität, toxischer Männlichkeit und intersektionalen Themen besucht. Vielen Dank für euer Interesse!
Du warst dabei? Du willst auch nächstes Jahr dabei sein? Hast du Lust die Veranstaltungen 2020 mitzuorganisieren?
Du bist herzlich eingeladen:
Am 24.4 zu unserem Vernetzungstreffen zu kommen. 18-20 Uhr im Balthasar, Bamberg. Teile unsere Veranstaltung auch gerne auf Facebook. Feministisches Vernetzungstreffen auf Facebook.
Wenn du Fragen hast bevor du bei uns mit machst, kannst du uns auch gerne eine E-Mail schreiben, oder uns eine Nachricht auf Facebook schicken.
Wenn du erstmal mit uns sprechen willst, komm‘ gerne zu einer Girl Gang Veranstaltung.
Danke für 2019 und Bis Bald!

Die Party

Nach dem Aktionsprogramm und dem Demozug durch die Straßen gönnen wir uns endlich eine Party! Ab 20 Uhr geht’s im freiraum los. Komm vorbei und feier und tanz mit uns – Party statt Patriarchat!

Eintritt frei.

Demo-Basteltag

Am 8.März ist Frauen*kampftag und wir werden auf die Straße gehen!

Wir wollen gleichen Lohn für gleiche Arbeit, das Ende der Gewalt gegen Frauen, Entscheidungsfreiheit für unsere Körper, sexuelle Selbstbestimmung und vieles mehr.

Wir wollen laut sein, wir wollen Präsenz zeigen und wir wollen unsere Forderungen allen deutlich machen!

Dazu veranstalten wir einen Demo-Bastel-Tag im Balthasar um Banner, Transpis, Schilder, Taschen und Aufnäher zu basteln, um Demosprüche vorzubereiten und uns zusammen einzustimmen.

Material ist vorhanden, kommt vorbei und bastelt mit!

Für weitere Veranstaltungen der Reihe: https://frauenkampftagbamberg.wordpress.com/ & https://www.facebook.com/fktbamberg/

Gesprächscafé mit geflüchteten Frauen und Buchlesung „We exist – we are here“ & „In our own words“

Gesprächscafé mit geflüchteten Frauen und Buchlesung „We exist – we are here“ & „In our own words“ | 26.02. | 14-18 Uhr | Lui20

+++ English version below +++

„Aber immer wieder gab es Widerstand und Solidarität. Immer schon gab es Menschen, die sich engagierten, die sich verbündeten, um zu kämpfen, zu sprechen und zu handeln gegen den Rassismus und damit sagten: Uns gibt es, wir sind hier.“ – Ayşe Güleç (Aktivistin für die Aufklärung der NSU-Morde)

Die Veranstaltung besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil machen wir eine gemütliche Runde zum Erfahrungsaustausch mit geflüchteten Frauen aus dem sogenannten Ankerzentrum in Bamberg.
Im zweiten Teil liest Jennifer Kamau aus den Büchern „We exist – we are here“ & „In our own words“, die von International Women Space in Berlin konzipiert und herausgegeben wurden. Das Buch dokumentiert die Lebensgeschichten von geflüchteten Frauen und Migrantinnen in Deutschland. Zusammen mit euch möchten wir uns über die Geschichten und Erfahrungen aus dem Buch und darüber hinaus austauschen.
Anschließend diskutieren wir offen über die politischen Vernetzungsmöglichkeiten von geflüchteten, migrantischen und weiß-deutschen Frauen*.
Bringt eure Kinder mit, wir bieten Kinderbetreuung an.

***
Jennifer Kamau ist eine in Berlin lebende feministische Aktivistin und Forscherin. Sie ist eine der Mitbegründerinnen des International Women Space (IWS), einer antirassistischen feministischen Gruppe von geflüchteten Frauen und Migrantinnen. Die Gruppe entstand während der Besetzung des Oranienplatzes und der Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin-Kreuzberg. IWS fördert die Solidarität und Kooperation zwischen Migrantinnen, veröffentlicht Bücher, organisiert Kampagnen, Demonstrationen und Konferenzen zu den Themen Asylsuche und Migrantinnen. Zuletzt ko-organisierte das IWS die zweitägige Konferenz „Als ich nach Deutschland kam“ (2017), die die Erfahrungen von Frauen thematisierte, die als Gastarbeiterinnen nach Westdeutschland kamen, in Ostdeutschland als Vertragsarbeiterinnen tätig waren, als Migranteninnen und Geflüchtete im wiedervereinigten Deutschland lebten, oder als deutsche Frauen von Rassismus betroffen waren. Im November veröffentlichte der IWS, genau drei Jahre nach ihrem ersten Buch „IN UNSEREN EIGENEN WORTEN“(2015) ihre neuste Publikation „UNS GIBT ES, WIR SIND HIER“(2018).

+++

Café with refugee women and book reading from “We exist – we are here” & “In our own words” with Jennifer Kamau from the International Women Space Berlin

“But the was always resistance und solidarity. There were always people, who were became active, who became allies to fight, to talk and to act against racism and therefore said: We exist. We are here.” – Ayşe Güleç (activist for clarification of the NSU-murders)

This event consists of two parts. In the first part we get together with women from the so called Ankerzentrum in Bamberg to talk about their experiences in the camp.

In the second part Jennifer Kamau from the International Women Space Berlin (IWS) will make a book reading from “We exist – we are here” & “In our own words”. These books have been conceptualised and published by the IWS and document the lives and stories of refugee and migrant women in Germany. We want to exchange stories and experiences from and about the book and beyond.
Afterwards we want to discuss possibilities of political networking between refugee, migrant and white-german women*.
Bring your children, we offer childcare during the event.

***
Jennifer Kamau is a feminist activist and a researcher, who lives in Berlin. She is one of the initiators of the International Women Space (IWS), which is an antiracist feminist group of refugee and migrant women. The group started during the occupation of the Oranienplatz and the Gerhart-Hauptmann-School in Berlin-Kreuzberg by refugees. IWS supports the solidarity and cooperation between migrant women, publishes books, organises campaigns, demonstrations and conferences about seeking asylum and migrant women. IWS coorganised lately the two-day-conference “As I came to Germany” (2017). The conference addressed the experiences of women, who came as guest laborer to West-Germany, who were employed as contract workers in East-Germany and lived as migrant and refugee women in the reunified Germany or German women, who have been racially discriminated against. IWS published last November, exactly three years later after “IN OUR OWN WORDS” (2015) its latest book “WE EXIST – WE ARE HERE” (2018).

Teil der diesjährigen Veranstaltungsreihe zum Frauen*kampftag vom 19.2.-8.3.19
Für weitere Veranstaltungen aus der Reihe: https://www.facebook.com/fktbamberg/ & https://frauenkampftagbamberg.wordpress.com/

Die Veranstaltungsreihe wird unterstützt vom Kurt Eisner Verein – Rosa Luxemburg Stiftung Bayern

Frauen*kampftagsdemo 2019

Am 8. März ist Internationaler Frauen*kampftag!
Wir verstehen Feminismus als antisexistischen, antirassistischen und besonders auch antikapitalistischen Kampf gegen Unterdrückungs- und Machtstrukturen! Auch Frauen* in Bamberg werden auf die Straße gehen!

Wir fordern:
– Gleichen Lohn für gleiche Arbeit!
– Care Arbeit und mentale Arbeit ist nicht allein die Aufgabe der Frauen*!
– Unsere Stimmen müssen gehört werden: in Parlamenten, in Vorständen, in Filmen und Medien!
– Gewalt gegen Frauen* muss beendet werden!
Genitalverstümmelung, Stalking, psychische und physische Gewalt, Femizide, Vergewaltigungen, sexualisierte Übergriffe, häusliche Gewalt, ökonomische Gewalt etc.
– Und eine Polizei, Justiz und Gesellschaft, die Frauen nicht ernst nimmt, victim blaiming und slut shaming betreibt, darf nicht hingenommen werden.
– Weg mit §218 und §219a! Ein Schwangerschaftsabbruch muss uns frei zugänglich sein! Denn wir entscheiden über unsere Körper!
– Alle haben ein Recht auf körperliche und sexuelle Selbstbestimmung, die darf uns Frauen*, uns allen nicht genommen werden!
– Frauen* übernehmen meist die Verantwortung für die Verhütung, dabei sind Hormone, Spritzen, Spiralen ein erheblicher Eingriff in unseren Körper und Psyche.
– Wir sind schön, so wie wir sind. Auch wenn uns die Medien, Unternehmen und Konzerne, Heidi Klum uns nicht so sein lassen wollen!
– Menstruation darf kein Tabu mehr sein! Tampons und Binden sind keine Luxusprodukte. Wir fordern, dass diese mit 7% und nicht 19% versteuert werden!
– Kein Mensch darf aufgrund seines Geschlechts oder sexuellen Orientierung diskriminiert werden!
– Wir stehen in Solidarität mit ausgebeuteten, unterdrückten Frauen* in aller Welt! Egal ob sie unsere Kleidung produzieren, auf der Flucht sind oder nicht lesen lernen dürfen.

  • Wir fordern die Anerkennung von Asylanträgen aufgrund von Geschlechtsidentität und sexueller Orientierung ohne wenn und aber!

– Wir lassen uns nicht auf Rosa/eine Farbe reduzieren, wir sind bunt! Wir sind nicht nur Prinzessinnen und Mütter, wir sind Held*innen, wir sind Macher*innen, denn wir können alles sein, was wir wollen!
– Frauen* sind sehr viel stärker von Armut und auch Altersarmut betroffen, dabei leisten wir einen Löw*innenanteil an Erziehung der zukünftigen Generation und Care Arbeit!
– Aber auch Männer sind von Geschlechterdiskriminierung betroffen, dürfen nicht weinen, weniger Gefühle zeigen und werden aufgrund ihres Geschlechtes in eine technische, handwerkliche (Berufs-)Richtung gedrängt.

Im Jahr 2019 denken viele, dass die Geschlechtergerechtigkeit einigermaßen erreicht ist. Doch Berechnungen des Weltwirtschaftsforum zeigen, dass eine wirkliche Gleichstellung aller Geschlechter erst in etwa 200 Jahren möglich sein wird, wenn wir für eine Beschleunigung nicht kämpfen.

So kämpfen wir für diese Positionen! Kommt mit uns am 08. März um 14-17 h und zeigt, dass die Gewalt und Ungerechtigkeit aufgrund des Geschlechts ein Ende haben muss! Auch Männer sind auf unserer Demonstration willkommen, lasst uns gemeinsam aufstehen für eine gleichberechtigte Gesellschaft! Los geht’s an der Konzerthalle um 14 Uhr und unsere Abschlusskundgebung wird am Gabelmann sein.

Wer wir sind: Das Frauen*kampftagsbündnis Bamberg ist ein Zusammenschluss hochschulnaher Gruppen, welche sich Ende 2017 zusammengeschlossen haben, um auch in unserer Stadt ein Bewusstsein für die Relevanz von Feminismus zu schaffen.

Erklärung Sternchen und Frauen*kampftag:
„Was ist ein ‚Frauenkampftag‘ und was bedeutet das Sternchen im Namen?“ – ‚Frauenkampftag‘ ist eine andere Bezeichnung für den internationalen Frauentag. Dieser findet jedes Jahr am 8. März statt und wurde zum Gedenken an die sozialistische Frauenbewegung in der Weimarer Republik etabliert. Ziel war es damals die Gleichberechtigung von Frau und Mann, vor allem in Bezug auf das Wahlrecht, zu erkämpfen. Die Bedeutung eines Tages, der an einen aktiven Kampf für Menschenrechte erinnert, ist mit der Zeit – gerade auch durch ‚harmlosere‘ Bezeichnungen, wie ‚internationaler Frauentag‘ – zunehmend verloren gegangen. Um zu dem ursprünglichen Sinn zurückzukehren, finden nun schon seit einigen Jahren feministische Veranstaltungen am 8. März unter dem Namen ‚Frauenkampftag‘ statt.
Warum wir diesen Namen mit einem Sternchen verwenden, verweist darauf, dass wir mit unserem Engagement sowohl für Frauen, als auch andere Personengruppen einsetzen, die unter patriarchalen Strukturen leiden, wie Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, Inter*, Asexuelle, nicht-binäre, queere Personen.

Die sichere Geburt – Wozu Hebammen? – Dokumentation

Dokumentarfilm mit Diskussion| 06.03. | 18: 15 – 20:30 |Lichtspielkino & Scheinbar – Untere Königstraße 34

Der Film der Regisseurin Carola Noelle Hauck geht der Frage nach, was eine physiologische Geburt sicher macht und wodurch sie gestört wird. Was sind die Folgen von Interventionen auf Mutter, Kind und den Geburtsverlauf? Was sind die Folgen für die Gesellschaft langfristig gesehen?

Das Frauen*kampftagsbündnis Bamberg organisiert in Vorbereitung auf den 08. März (Internationaler Frauen*kampftag) eine Veranstaltungsreihe vom 19.Februar -08.März. In Kooperation mit ProFamilia organisieren wir am 06. März die Vorführung des Dokumentarfilms „Die sichere Geburt“ mit anschließender Podiumsdiskussion zum Thema Geburt in Bamberg. Nach dem Film gibt es in der Kino-Bar die Möglichkeit eure Fragen von einer ProFamilia Mitarbeiterin, einer Hebamme und weiteren Expert*innen beantworten zu lassen und zu diskutieren.

Der Film wird im Lichtspielkino um 18:15 Uhr gezeigt und kostet 6-7 Euro Eintritt.

Mehr Infos: https://www.facebook.com/fktbamberg/ oder frauenkampftagbamberg.wordpress.com oder fktbamberg@gmail.com

In Kooperation mit ProFamilia Bamberg

Hier eine umfassende Filmkritik:
Jeder Tag im Mutterleib zählt

I don’t care if you don’t care – Frauen*streik 1994/2019 – Vortrag mit Gisela Notz

Vortrag und Diskussion mit Gisela Notz | 19.02. | 18-20 h | Balthasargäßchen 1

Ein herausragendes Ereignis war der Internationale Frauentag 1994. Vier Jahre nach der Wiedervereinigung wurde er zum FrauenStreikTag, bei dem sich mehr als eine Million Frauen bundesweit gegen fortbestehende und sich verschärfende Diskriminierungen engagierten. Der Aufruf zum Frauenstreik „Frauen sagen NEIN!“ kam vom Streikkomitee Köln/Bonn und vom Unabhängigen Frauenverband in Berlin. Die Frauen wollten sich gegen den mit der Wiedervereinigung verbundenen Arbeitsplatzabbau und den Abbau von Sozialleistungen und Selbstbestimmungsmöglichkeiten wehren. Der Aufruf wurde von einer Vielzahl von Frauen aus allen gesellschaftlichen Zusammenhängen unterzeichnet. Vorbild war der Streik der Isländerinnen im Oktober 1975 und der Schweizer Frauenstreik vom 14. Juni 1991. Diese drei großen landesweiten Streiks gingen von einem erweiterten Arbeitsbegriff aus, der nicht nur die Erwerbsarbeit betraf, sondern auch die unbezahlte Arbeit zuhause und anderswo. Gewerkschaftsfrauen schlossen sich mit ihren Forderungen denen der autonomen Feministinnen an. Die meisten der damals gestellten Forderungen haben sich bis heute nicht erledigt. Höchste Zeit also, dass Frauen* ihren Protest 2019 wieder auf die Straße tragen.

***
Dr. Gisela Notz ist Sozialwissenschaftlerin und Historikerin. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Frauenbiographien, Sozial-, Alltags- und Zeitgeschichte, Solidarische Ökonomie, Arbeits- Familien- und Sozialpolitik und andere Themen. Sie hat 1994 als Teil des Streikkomitees Köln/Bonn den Frauenstreik mitorganisiert.
www.gisela-notz.de

Zuletzt erschienen:

Gisela Notz, Feminismus, Köln: PapyRossa 2018, 2. erweiterte und aktulisierte Auflage.

Gisela Notz, 50 Jahre 1968: Warum flog die Tomate? Die autonomen Frauenbewegungen der Siebzigerjahre, Neu-Ulm: AG SPAK Bücher 2018, aktualisierte und erweiterte Neu-Auflage.

Gisela Notz: Kritik des Familismus. Theorie und soziale Realität eines ideologischen Gemäldes, Stuttgart: Schmetterling, theorie.org. 2015.

Gisela Notz (Hg): Kalender 2019: Wegbereiterinnen XVII, Neu-Ulm: AG SPAK Bücher, DIN A 3-Format mit 12 Wegbereiterinnen der emanzipatorischen Frauenbewegung.

Gisela Notz (Hg.): Wegbereiterinnen. Berühmte, bekannte und zu Unrecht vergessene Frauen aus der Geschichte, Neu-Ulm: AG SPAK Bücher 2018

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Teil der diesjährigen Veranstaltungsreihe zum Frauen*kampftag vom 19.2.-8.3.19
Für weitere Veranstaltungen aus der Reihe: https://www.facebook.com/fktbamberg/ & https://frauenkampftagbamberg.wordpress.com/